Konzeption

Waldkindergarten Teisendorf, Thumberg 1, 83317 Oberteisendorf
www.waldkindergarten-teisendorf.de
Erstellt: April 2016

Inhalt

Grundlegendes

  1. Entstehung des Waldkindergartens
  2. Auftrag der Kindertagesstätte
  3. Träger
  4. Lage der Waldhütte
  5. Aufnahmekriterien
  6. Betreuungszeiten
  7. Personal

Pädagogische Arbeit

  1. Ziele und Inhalte unserer pädagogischen Arbeit
  2. Was ist ein Waldkindergarten?
  3. Warum Wald?
  4. Schulvorbereitende Arbeit
  5. Ein Tag im Wald
  6. Gefahren im Wald
  7. Beobachtung und Dokumentation

Basiskompetenzen

  1. Erziehungsziele und deren Umsetzung

Kooperation

  1. Erziehungspartnerschaft und Transparenz
  2. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
  3. Elternbeirat
  4. Teamarbeit
  5. Förderverein
  6. Kooperation mit Schule
  7. Vernetzung

1. Entstehung des Waldkindergartens Teisendorf

Barbara Hartel und Susanne Rogl sind die Initiatorinnen des Waldkindergartens Teisendorf. Da Teisendorf eine sehr familienfreundliche Gemeinde ist mit vielen
jungen Familien und es keine pädagogische Alternative zu den Regelkindergärten bisher gab, wollten wir die Idee eines Waldkindergartens in die Tat umsetzen. Auf einer ersten Informationsveranstaltung für interessierte Eltern wollten wir den Bedarf und das Interesse an einem Waldkindergarten ermitteln. Die durchwegs positive Resonanz dieses Abends bestärkte uns in unserem Engagement. Mit Martin Fritzenwenger – Waldbesitzer und Förster – wurde auch schnell ein geeigneter Waldbesitzer gefunden, der uns auf seinem Grundstück herzlich willkommen heißt. Auch Bürgermeister Herr Gasser hat unser Projekt stets unterstützt.

Im September 2015 war auch bald klar, das die Nachfrage an Kindergartenplätzen in Teisendorf höher war, als das Angebot. Die Kindergärten konnten nicht allen Kindern einen Kindergartenplatz anbieten. In der Zwischenzeit gründeten wir mit engagierten Eltern einen Förderverein, der die Entstehung und den Betrieb des Waldkindergartens mit finanziellen Mitteln (Spenden) und Tatkraft unterstützt. Am 07.12.15 beschloss der Gemeinderat Teisendorf die Trägerschaft für den zukünftigen Waldkindergarten zu übernehmen.

2. Auftrag der Kindertagesstätte

„Kindertagesstätten sind außerschulische Tageseinrichtungen zur regelmäßigen Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern“ (BayKiBiG Art. 2 Begriffsbestimmungen). Im Waldkindergarten Teisendorf werden Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt betreut. Unsere pädagogische Arbeit richtet sich nach dem Bayrischen Erziehungs- und Bildungsplan.

3. Träger

Die Trägerschaft des Waldkindergartens hat die Gemeinde Teisendorf,
Poststraße 14, 83317 Teisendorf.

4. Lage und Ausstattung des Kindergartens

Die Hütte und der angrenzende Wald des Kindergarten befindet sich am Thumberg, 2 km südwestlich von Oberteisendorf. Die Hütte sind zwei zusammengestellte Container mit einem Holzdach darüber, die mit einer Gasheizung ausgestattet ist. Sie dient uns als Schutz bei extremen Wetter. Kleine Tische und Bänke stehen für die Kinder zum Brotzeit machen und Spielen zur Verfügung. Eine kleine Kuschelecke, Regale zur Materiallagerung und eine Garderobe sind ebenfalls untergebracht.

Wir sind über ein Mobiltelefon erreichbar. Unser Bollerwagen begleitet uns durch den Wald. Er ist bestückt mit Wasserkanister, Lavaerde, Handtücher, Wechselwäsche, Erste-Hilfe-Tasche, Spaten und Klopapier, Bestimmungsbücher usw.
Für den Toilettengang verwenden wir Plätze abseits unserer Spielbereiche. Eine Komposttoilette steht nahe der Hütte zur Verfügung. Zum Händewaschen bringt der Elterndienst täglich frisches Wasser im Kanister mit.

Für Regentage gibt es im Wald einen Regenunterstand.
Als Ausweichraum, der bei anhaltender Kälte, Sturm oder auch Waldarbeiten aufgesucht wird, dient uns die Schule in Oberteisendorf.

5. Aufnahmekriterien des Waldkindergartens

Wir sind ein eingruppiger Kindergarten für 18- 20 Kinder, ab 3 Jahre bis zum Schuleintritt. Das Kind sollte 3 Jahre und bereits sauber sein (kein Wickelkind), aus dem Gemeindegebiet Teisendorf kommen, die Gruppe soll ausgewogen alters- und geschlechtsgemischt sein.
Wir bieten bei Bedarf und optimalen Fördermöglichkeiten Integrationsplätze an. Es können auf Anfrage auch Ausnahmen (z. B. gemeindefremde Kinder…) gemacht werden.

6. Betreuungszeiten

Der Kindergarten bietet verschiedene Buchungszeiten an.
4 bis 5 Stunden 8.00 Uhr bis 12.30 Uhr
5 bis 6 Stunden 7.45 Uhr bis 13.00 Uhr
Kernzeit ist von 8.15 Uhr bis 12.15 Uhr.

Ferienschließzeiten sind 30 Tage im Jahr:
2 Wochen Weihnachtsferien
1 Woche Ostern- 3 –
1 Woche Pfingsten
3 Wochen Sommerferien

7. Personal

Die Kinder werden täglich von zwei ErzieherInnen und einer PraktikantIn betreut.

Johanna Samm, Erzieherin und Waldpädagogin arbeitet 5 Tage

Barbara Hartel, Erzieherin und Leitung arbeitet 3 Tage

Susanne Rogl, Erzieherin, Erlebnispädagogin und Waldpädagogin arbeitet 2 Tage

Gelegentlich unterstützen auch PraktikantInnen die Erzieher

8. Ziele und Inhalte der pädagogischen Arbeit

Die Ziele unserer pädagogischen Arbeit sind durch das BayKiBiG festgelegt: „Artikel 10 BayKiBiG Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen“

„(1) Kindertageseinrichtungen bieten jedem einzelnen Kind vielfältige und entwicklungsangemessene Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, um beste Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewährleisten, Entwicklungsrisiken frühzeitig entgegen zu wirken sowie Integration zu befähigen. Eine angemessene Bildung, Erziehung und Betreuung ist durch den Einsatz eines ausreichenden und qualifizierten Personals sicher zu stellen.“

„(2) Die Kinder sollen entwicklungsangemessen an Entscheidungen zum Einrichtungsalltag und zur Gestaltung der Einrichtung beteiligt werden.“

Die individuellen Bedürfnisse der Kinder stehen im Vordergrund – im Einklang mit dem Gesamtwohl der Gruppe. Aus ihren Stärken und Möglichkeiten wollen wir eine Basis entwickeln, um sie in den Bereichen Selbst-, Sach-, und Sozialkompetenz zu fördern. Wir sehen uns als Begleiter und Impulsgeber, um eine Basis für bestmögliches Lernen und Erleben zu schaffen.

Gezielte Angebote gibt es zu folgenden Bereichen:
– Kreativität
– Kognition
– Musischer Bereich
– Fantasie
– Grob- und Feinmotorik
– Psychomotorik
– Sprachentwicklung
– Sozialverhalten
– Ich-Kompetenz
– Selbstständigkeit

9. Was ist ein Waldkindergarten?

Der Waldkindergarten wird häufig als „Kindergarten ohne Dach und Wände“ bezeichnet. Bei dieser Kindergartenform ist der Lern- und Spielort die Natur. Das Lernen findet draußen statt, meistens im Wald. Wir sind bei jedem Wetter im Wald. Ausnahmen bilden nur extreme oder zu gefährliche Witterungsbedingungen wie z. B. Sturm.

Die Waldhütte stellt keinen hauptsächlich genutzten Gruppenraum dar, sondern dient in erster Linie als Treffpunkt für Bring- und Abholzeiten sowie als Lager unserer Materialien. Wir verzichten weitgehend auf handelsübliches Spielzeug. Die Natur bietet Kindern alles, was sie für ihre Entwicklung brauchen. Sie schenkt uns ihre Vielfalt und ihre Geheimnisse, sie weckt und befriedigt unsere Entdeckungslust und Fantasie. Sie fordert und fördert unsere körperliche Aktivität und all unsere Sinne. Draußen warten Geschichten und Abenteuer auf uns – wir lernen Tiere und Pflanzen kennen, schätzen sie als gleichwertige Wesen und bauen Beziehungen zu ihnen auf.

In unserem Tagesablauf gibt es soviel Struktur wie notwendig und soviel Spontanität wie möglich. Rituale wie der Morgenkreis, Brotzeitpause, Lieder, Wahrnehmungsübungen und vieles mehr geben uns Sicherheit und Geborgenheit. Die Kinder haben aber auch die Möglichkeit, ihre Wünsche für die Tagesgestaltung zu äußern und den Kindergartenalltag aktiv mitzugestalten.
Dem freien Spiel – das Urspiel – wird ein besonderer Stellenwert gegeben. Das Leben unserer Kinder ist heute hektischer, terminbestimmter und kontrollierter geworden. Die ganz eigenen Bedürfnisse unserer Kinder gehen immer mehr verloren und wir Erwachsenen glauben nur allzu häufig, dem Missstand mit möglichst vielen Bildungsangeboten entgegenwirken zu müssen. Kinder brauchen ihr eigenes Spielmaterial (nicht das von Erwachsenen „erfundene“), ihren eigenen Spielraum und ihre eigene Welt. Im Waldkindergarten haben die Kinder die Möglichkeit, die Welt selbstbestimmt zu erforschen – jeder Stein, jedes Blatt, jedes Tier und jedes Element kann hier ergriffen und begriffen werden.

10. Warum Wald?

Die Stärken eines Waldkindergartens sind:

  • Förderung der Motorik und Psychomotorik durch natürliche, differenzierte Bewegungsmöglichkeiten und -anlässe (die Entwicklung der Motorik ist eine wesentliche Voraussetzung für die Sprachentwicklung)
  • Freie Entfaltung der Fantasie und Kreativität durch das Fehlen vorgefertigter Materialien – Entdecken und Verstehen physikalischer Zusammenhänge – Beispiel: aus Rindenstücken und Kastanien werden Kugelbahnen, aus Beeren wird Farbe hergestellt – Funktionen und Eigenschaften werden hier vom Kind nochselbst im freien Spiel entdeckt
  • Vermehrt Kommunikationsanlässe fördern die sprachliche und soziale Entwicklung der Kinder. Das Rollenspiel ist eines der Hauptspiele im Wald. Hier lernen die Kinder sich mit den anderen auseinander zu setzen, zu kommunizieren und effektiv sozial zu interagieren.
  • Förderung der Sinneswahrnehmung
  • unmittelbares Erleben des jahreszeitlichen Rhythmus in der Natur und ökologische Zusammenhänge erkennen und verstehen
  • Wertschätzung des Lebens und der Natur an sich – im Wald finden Kinder Ruhe und erleben und begreifen sich als Teil der Natur
  • Förderung des Gemeinschaftsgefühls und Teamgeistes – vieles geht im Wald nur, wenn wir einander helfen, z.B. beim gemeinsamen Lager bauen
  • Das Erleben der eigenen Selbstwirksamkeit (z. B. beim Staudamm bauen), aber auch die Erfahrung körperlicher Möglichkeiten und Grenzen (z. B. beim Klettern auf einen Baum) stärken das Selbstvertrauen des Kindes
  • Der gesundheitliche Nutzen: Der Aufenthalt in der Natur beugt Haltungsschäden und Herz-Kreislauferkrankungen vor und stärkt die Abwehrkräfte

Die grundlegenden Umstände im Wald begünstigen die Förderung der Kinder auf natürliche Weise. Ergänzend dazu wird in der praktischen Arbeit wert darauf gelegt, dass Angebote zu allen entwicklungsrelevanten Bereichen statt finden.

11. Schulvorbereitende Arbeit

Bildung ist nicht das Befüllen von Fässern,
sondern das Entzünden von Flammen (Heraklit).

Auch die Waldpädagogik versteht den Kindergarten als Bildungseinrichtung. Den Wald erleben die Kinder durch ihr entdeckendes Lernen als idealen Ort für ganzheitliche Bildung. Die Natur wird mit allen Sinnen und viel Bewegung hautnah erforscht.

Ergebnisse der Hirnforschung haben gezeigt, dass sich im Gehirn des Kindes vor allem dann die Bildung von Synapsen verstärkt, wenn es „selbstwirksam“ist, „selbstbildend“ und aktiv beteiligt. Kinder im Naturraum haben den Anspruch und die Möglichkeiten, tiefer in einen Gegenstand einzudringen, grundlegendere Erkenntnisse über ein Sachgebiet, einen Gegenstand oder komplexe Vorgänge zu gewinnen. Bildung im Waldkindergarten heißt, forschendes Lernen in Sinnzusammenhängen:

Das Entdecken von Tieren, das Feststellen von Veränderungen in der Natur, die Bestimmung von Pflanzen, das Entdeckenden physikalischer Gesetze (Was passiert, wenn ich einen Staudamm baue?).

Die starken sinnlichen Wahrnehmungen des Kindes in der Natur sorgen für eine besonders intensive Verankerung des Erlebten/Erfahrenen im Langzeitgedächtnis.

Dinge, die man selbst gehört, gerochen, geschmeckt, gefühlt, gebaut hat, merkt man sich
viel eher, als Dinge, die man hört.

Der Wald bietet einerseits viel Anregung für die kindliche Entwicklung, andererseits ist er weniger reizüberflutet als die Alltagswelt und schafft somit eine sehr gute Grundlage zur Entwicklung von Konzentration, Ausdauer und Stille. Durch gezielte Angebote im sprachlichen, mathematisch-naturwissenschaftlichen und sozial-emotionalen Bereich möchte die Einrichtung die Vorschulkinder optimal auf die Schule vorbereiten und gleichzeitig der natürlichen Neugier und dem Wissensdrang der Kinder gerecht werden.

Erfahrungswerte bestätigen: Waldkinder bewähren sich sehr gut in der Schule. Sie sind äußerst kreativ, aufmerksam und zeigen große Ausdauer. Besonders positiv zu bemerken ist, dass Waldkindergartenkinder in ihrem Tun sehr selbstständig sind.

12. Ein Tag im Wald

Bringzeit
Unser Treffpunkt ist die Hütte. Wir begrüßen jedes einzelne Kind und legen wert darauf von den Kindern begrüßt zu werden, damit klar ist: Jetzt beginnt für mich der Kindergarten!

Tagesbeginn

Wenn alle Kinder angekommen sind, beginnen wir mit dem gemeinsamen Morgenkreis. Ein wöchentlich wechselndes Morgenkreiskind kümmert sich um die Gestaltung des Kreises. Die Gruppenkerze wird in die Mitte gestellt und mit
Legematerialien aus der Natur verschönert. Den Kreis beginnen wir mit einem Lied oder einfach nur einer Stille-Übung, in der die Kinder zur Ruhe kommen und auf die Geräusche des Waldes hören. Das Morgenkreiskind kann je nach Alter und Entwicklungsstand den heutigen Tag bestimmen und alle Kinder zählen. Das weitere Vorgehen des Kreises variiert je nach Thema und Interessen der Kinder. Manchmal besprechen wir wichtige Themen oder wiederholen unsere Waldregeln.

Wir machen uns auf den Weg

Mit dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ gehen wir los, einige Kinder ziehen den Bollerwagen. Wir nehmen uns Zeit, Dinge zu entdecken und bestimmen, balancieren auf ausgesuchten Bäumen oder beklettern einen günstigen Kletterbaum. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich der Wald jeden Tag wieder verändert, die Jahreszeiten und somit der Kreislauf der Natur so hautnah erlebt und begriffen werden.
Die schnelleren Kinder müssen immer wieder auf die langsameren warten. Die gegenseitige Hilfsbereitschaft der Kinder ist täglich gefordert. Am Waldplatz angekommen, beginnt für die Kinder ihr freies selbstbestimmtes Spielen.

Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Inneren, an die man sich halten kann.
Wunsch von Astrid Lindgren , K. Ljunggren

Brotzeit

Vor der Brotzeit waschen sich alle Kinder gründlich ihre Hände. Gemeinsam beginnen wir mit einem Lied/Gebet zu essen, und lassen es uns an der frischen Waldluft schmecken. Bei Regenwetter oder kalten Temperaturen brotzeitln wir in unserer Hütte.

Nach der Brotzeit

Nun ist noch mal Zeit zum Freispiel und/oder einem gezielten Angebot. Geschichten erzählen, Lieder singen, Kreis- und Fingerspiele machen, etwas Basteln, Bilder malen, Märchen hören, Tiere und Pflanzen bestimmen, etwas sammeln und vieles mehr.

Zum Schluss

Wir packen unsere Rucksäcke und machen uns auf den Rückweg. Im Abschlusskreis reflektieren wir den heutigen Tag, besprechen Wichtiges für morgen und singen ein Abschiedslied.

Abholzeit

Wir sind wieder an unserer Hütte, die wartenden Kinder können noch spielen, während die ersten schon abgeholt werden.

13. Gefahren im Wald

Die Unfallrisiken im Wald sind – entgegen mancher Befürchtungen und Annahmen – nicht höher als in jedem anderen Kindergarten. Die Einhaltung von Regeln hilft, Unfälle zu vermeiden. Das Personal sollte die Gegebenheiten des Waldgeländes genau kennen, um das Gefahrenpotential gut einschätzen zu können.

Der Freiraum für Kinder ist im Waldkindergarten weit gesteckt. So dürfen sie auf ausgesuchte Bäume klettern und mit Werkzeug hantieren, auch der Bewegungsradius ist viel größer, da die Waldspielplätze nicht mit Zäunen begrenzt sind.

Kinder müssen lernen mit Gefahren umzugehen, da es in jedem Lebensbereich zu gefährlichen Situationen kommen kann. Je mehr Erfahrung sie damit haben, umso besser können sie auch im Ernstfall reagieren. Zudem lernen sie ihre eigenen Grenzen besser einzuschätzen.

Natürlich muss der Umgang mit Gefahren in einem geschützten Rahmen stattfinden. Deshalb werden Waldregeln erarbeitet, die regelmäßig besprochen werden (z. B. im Morgenkreis).

  • wir spielen nur in Sicht- und Hörweite
  • wir essen keine Beeren, Pilze oder Kräuter
  • tote Tiere (mit Fell oder Federn) werden nicht angefasst
  • wer schnitzt, der sitzt
  • wir klettern nur auf ausgesuchten Bäumen
  • usw.

Durch die tägliche Übung werden Risiken besser eingeschätzt und die Waldkinder werden in ihrem Handeln sicherer. Zudem absolviert das Personal alle zwei Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs speziell für Kinder.

Die Eltern werden dazu angehalten, ihre Kinder langärmelig und mit Kopfbedeckung anzuziehen, um sich gegen Zecken zu schützen. Außerdem ist es ratsam, die Kinder täglich nach Zecken abzusuchen.

14. Beobachtung und Dokumentation

Um die Stärken der Kinder kennen zu lernen, ihre Interessen heraus zu finden oder die Bereiche zu erkennen, in denen sie Unterstützung benötigen, nutzen wir die Freispielzeit, um Beobachtungen in den verschiedenen Entwicklungsbereichen fest zu halten und die Ergebnisse zu dokumentieren. Diese Dokumentationen zeigen Entwicklungstendenzen auf und dienen als Grundlage für zielgerichtete Elterngespräche.

Durch aufmerksames Beobachten und Festhalten des Verlaufes übers Jahr haben wir die Entwicklung und den Prozess jedes einzelnen Kindes konkret im Blick. Die Beobachtungen geben Anstöße für situationsorientierte Projekte nach den Interessen der Kinder und sind Grundlagefür das Setzen neuer Ziele (nach Perik /Seldak).

Basiskompetenzen

Im Mittelpunkt des „BEP“ steht das Kind mit seinen Bedürfnissen und Interessen. Das oberste Ziel ist die Förderung der Basiskompetenzen. Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten bezeichnet, die das Kind in die Lage versetzen, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen und ein Leben lang zu lernen.

Die Förderung der Basiskompetenzen geschieht durch unsere pädagogische Arbeit in ausgewählten Bildungsbereichen.

15. Erziehungsziele und deren Umsetzung

15.1. Ethische und religiöse Bildung und Erziehung

Kinder sollen lernen, in Achtung vor religiöser Überzeugung zu leben, eine eigene, von Nächstenliebe getragene christliche oder weltanschauliche Identität entwickeln und Mitverantwortung für die Gestaltung des gemeinsamen Lebensalltags zu tragen. Sie erfahren wesentliche Elemente der christlich-abendländischen Kultur.

So machen wir es im Waldkindergarten:

  • Feiern der Feste im Jahreskreis (St. Martin, Weihnachten, Ostern, …)
  • bewusster Umgang mit Lebensmitteln und Natur
  • Gebete und Lieder zur Brotzeit

15.2. Sprachliche Kompetenz

Durch vielfältige Anregungen im sprachlichen Bereich, entwickeln die Kinder Sprechfreude. Sie werden motiviert und befähigt, Gefühle und Bedürfnisse sprachlich auszudrücken, sprachbezogene Konfliktlösungs- und Verhandlungsstrategien zu entwickeln und aktives Zuhören zu lernen. Der bayerische Dialekt wird gefördert und gepflegt.

So machen wir es im Waldkindergarten:

  • Geschichten vorlesen und Märchenerzählungen
  • Lieder, Reime, Fingerspiele
  • Raum und Zeit für Gespräche (Dialekt und Schriftdeutsch)
  • spielzeugfreier Kindergarten: Notwendigkeit zum sprachlichen Austausch (Rollenspiel als eines der Hauptspiele im Waldkiga)
  • ausreichend Bewegung (regt die Entwicklung des Sprachzentrums an)

15.3. Mathematische Bildung

Die Kinder lernen den Umgang mit Formen, Mengen und Zahlen sowie mit Raum und Zeit. Erster Umgang mit Geld, Erkennen von Gewichten und Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge gehören ebenfalls zur Zielsetzung im mathematischen Bereich.

So machen wir es im Waldkindergarten:

  • tägliches Zählen im Morgenkreis
  • Legen, Stellen und Entdecken von Formen in der Natur
  • Erfahrungen machen mit Zeit und Entfernungen durch die feste Struktur des Tagesablaufs und den täglichen Aufenthalt im freien Gelände

15.4. Naturwissenschaftlich — technische Bildung

Kinder sollen lernen, naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. Sie beobachten Vorgänge in der Umwelt und leiten daraus Fragen ab. Kurz- oder längerfristige Veränderungen in der Natur werden beobachtet, verglichen und beschrieben. Zur naturwissenschaftlich — technischen Bildung im Waldkindergarten gehört es auch, den sachgerechten Umgang mit Werkzeugen zu üben und Experimente durchzuführen.

So machen wir es im Waldkindergarten:

  • Wetter beobachten und dokumentieren
  • Experimente zur belebten und unbelebten Natur
  • Naturhandwerk (sägen, schnitzen, schleifen, hämmern, bohren)
  • Naturmaterial sammeln, vergleichen, sortieren und beschreiben
  • Aufenthalt in der Natur zu allen Jahreszeiten

15.5. Umweltbildung- und Erziehung

Durch den täglichen Aufenthalt in der Natur lernt das einzelne Kind die Umwelt mit allen Sinnen zu erfahren und ökologische Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen. Es entwickelt Verantwortungsbewusstsein für die Natur und ist bemüht, auch in Zusammenarbeit mit anderen, die Umwelt zu schützen und zu erhalten.

So machen wir es im Waldkindergarten:

  • täglicher Aufenthalt im Wald
  • Pflanzen und Tiere bestimmen und beobachten
  • Kochen mit Dingen, welche die Natur uns bietet
  • Verantwortung übernehmen für Tiere (füttern, ausmisten..)
  • Kräutergarten anlegen und pflegen

15.6. Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung

Die Wahrnehmung der Umwelt in ihren Farben, Formen und Ästhetik bietet den Kindern viele Anreize, die sie schöpferisch und kreativ gestalterisch umsetzen können. Die Kinder sollen dabei eigene Gestaltungs- und Ausdruckswege entdecken und somit auch Beweglichkeit im Denken und Handeln erfahren.

So machen wir es im Waldkindergarten:

  • malen mit verschiedenen Farben (Wasserfarben, Erdfarben, Buntstifte,…)
  • Basteln mit Naturmaterial
  • Naturhandwerk
  • Land-Art (z. B. Mandala aus bunten Blättern, Baumgesichter aus Lehm ect.)
  • Gestalten mit Lehm, Ton, Pappmache

15.7. Musikalische Bildung und Erziehung

Die Kinder sollen Freude am gemeinsamen Singen und Musizieren entwickeln. Sie lernen elementare (Orff-) Instrumente und musikalische Traditionen kennen.

So machen wir es im Waldkindergarten:

  • tägliches Singen (Lieder aus verschiedenen Kulturkreisen)
  • Singspiele und Tänze
  • Musik in der Natur (Holzxylophon, verschiedene Holzarten und ihre Klänge, Holzröhrenpfeifen, Steinklänge,…)
  • Lieder und Geschichten werden in Töne und Klänge umgesetzt

15.8. Bewegungserziehung und -Förderung

Bewegung ist für das Lernen absolut notwendig. Die Kinder sollen Freude daran haben, sich zu bewegen und zunehmende Sicherheit in ihrer Körperbeherrschungerlangen. Im Waldkindergarten entwickeln die Kinder motorische, koordinierende und konditionelle Fähigkeiten und Fertigkeiten.

So machen wir es im Waldkindergarten:

  • täglich (!) ausreichender Bewegungsfreiraum
  • Bewegungsspiele
  • angeleitete Bewegungsangebote

15.9. Gesundheitserziehung

Den Kindern soll Wissen für ein gesundheitsbewusstes Leben und gesundheitsförderndes Verhalten vermittelt werden. Sie erfahren, wie wichtig eine gesunde ausgewogene Ernährung oder ausreichend Ruhe und Entspannung für ihr Wohlbefinden ist. Zur Vermeidung von Krankheiten erwerben die Kinder Kenntnisse über Körperhygiene und -pflegemaßnahmen.

So machen wir es im Waldkindergarten:

  • Aufenthalt in der Natur bei Wind und Wetter
  • Händewaschen vor der Brotzeit/nach dem Toilettengang und nach Bedarf
  • Zubereitung gesunder Speisen und gemeinsames Essen
  • Herstellung von Naturarzneien (Tee, Öle, Hustensirup,…)
  • Stille und Ruhe im Wald erfahren, Meditationen, Traumgeschichten

15.10. Kindbeteiligung

Kinder haben das Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden. Diesen Grundsatz verfolgen wir auch im Waldkindergarten. Die Beteiligung der Kinder geschieht durch Mitbestimmung und Mitgestaltung im ergebnisoffenen Dialog. Dies basiert auf einem partnerschaftlichen Umgang mit den Kindern, der ihnen Eigenverantwortung ermöglicht.

Im Kindergartenalltag gestalten die Kinder aktiv den Morgenkreis mit. Sie gestalten die äußere Form und den Ablauf (siehe Punkt 12. Ein Tag im Wald). Oft wird mit den Kindern gemeinsam bestimmt, welcher Waldplatz heute aufgesucht wird. Zudem möchten wir den Kindern im Morgenkreis den Raum geben, Erlebtes zu erzählen und uns ihre Gefühle und momentane Stimmungslage mitzuteilen.

Wir üben uns darin, die Lebenswirklichkeit der Kinder zu erfassen. Wir nehmen die Kinder in ihrem Erleben und Verhalten „hier und jetzt“ wahr. Wir beobachten, was sie beschäftigt, welche Themen für sie bedeutsam sind. Dabei nehmen wir eine „hörende“ Haltung ein, in dem Sinne, dass wir die Kinder im Spiel beobachten, Fragen aufgreifen, uns inspirieren lassen – um daraus Projekte und Themen für unsere pädagogische Arbeit zu entwickeln.

Im freien Spiel sind die Kinder die Spielgeber. Sie entscheiden über die Art des Spieles und das verwendete Material. Im Konflikt mit anderen Kindern wenden sich diese häufig an die Erzieherinnen. Im Gespräch werden den Kindern aber keine Lösungen aufgezwungen, vielmehr wird hier Handlungsspielraum ermöglicht und mit dem jeweils anderen Kind eine demokratische Lösung oder einen für beide Seiten annehmbarer Kompromiss geschlossen.

16. Erziehungspartnerschaft und Transparenz

Zum Wohle des Kindes streben wir eine Erziehungspartnerschaft (nach Art. 14 BayKiBiG) mit den Eltern an. Ein vertrauensvolles Miteinander ist uns besonders wichtig, damit Sie und Ihr Kind sich bei uns wohl fühlen.

Zur Kooperation mit den Eltern gehört bei uns:

Einzelelternarbeit

Elterngespräche und Hospitationen werden regelmäßig angeboten. Ein Elterngespräch im Jahr ist Pflicht und muss von den Eltern wahrgenommen werden. Dieses Gespräch ist Basis für die gemeinsame Arbeit. Grundlage der Gespräche ist ein vertrauensvolles und offenes Miteinander. Ein konstruktives Feedback von beiden Seiten, bei dem Wünsche und Erwartungen zusammengetragen und ihre Ausführungen gemeinsam angegangen werden, bereichert beide Seiten.

Die Eltern erhalten einen Einblick in die Dokumentation der Beobachtungen ihres Kindes und eine fundierte Beratung über den Entwicklungsstand, Stärken, Schwächen und Möglichkeiten ihres Kindes. Es können jederzeit bei Bedarf weitere Elterngespräche vereinbart werden. Ebenso sind Tür- und Angelgespräche wesentlicher Bestandteil der Elternarbeit.

Qualitätssicherung

Um die Qualität der Kindergartenarbeit regelmäßig zu überprüfen können Kritik, Ideen und Anregungen eingebracht werden durch

  • Feedback einholen nach Veranstaltungen, Abschluss von Projekten (auch innerhalb des Teams)
  • Wunsch- und Meckerkasten
  • regelmäßige Elternbefragungen (anonym und schriftlich)

Veranstaltungen mit den Eltern

Im Laufe des Kindergartenjahres finden Elternabende zum Kennenlernen und zu wichtigen Themen statt. Hierbei ist es uns wichtig, den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit auf der Grundlage der Waldpädagogik zu geben.

Partizipation der Eltern bzw. Familien

Es ist erwünscht, dass sich die Eltern in unserem Kindergarten engagieren. Jede Familie kann sich mit ihren individuellen Stärken mit einbringen. Die Kompetenzen und Ideen der Eltern sollen erfragt und gemeinsam überlegt werden, wie diese im Kindergartenalltag, bei Projekten oder Veranstaltungen genutzt und realisiert werden können.

Informationsaustausch

Der Informationsaustausch findet statt in Form von Elternbriefen, Aushängen und Informationspost per E-mail.
Es ist uns ein Anliegen, die Interessen der Eltern ernst zu nehmen und sie über jegliches Gruppengeschehen zu informieren.

17. Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

Zu den Aufgaben von Kindertageseinrichtungen zählt auch die Sorge um jene Kinder, deren Wohlergehen und Entwicklung gefährdet sind und ihr Schutz vor weiteren Gefährdungen (§ 8a Abs. 2 SGB VIII).

Um dies zu gewährleisten sind für uns folgende Punkte entscheidend:

  • regelmäßiges Beobachten der Kinder und detaillierte Dokumentation
  • gemeinsamer Austausch der Beobachtungen im Team, um verschiedene Einschätzungen zusammen zu tragen
  • Gespräch mit Eltern (Beobachtungen beschreiben, vertrauensvoller Austausch, Hilfestellungen anbieten)
  • Eltern auf Beratungsstellen, Frühförderstelle verweisen
  • evtl. Fallbesprechung im Team mit Fachdiensten (Beratungsstelle, Frühförderstelle, Supervision, Jugendamt)
  • Reflexion der Kommunikation mit den Eltern (welche Maßnahmen wurden bisher ergriffen?)
  • Information und Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
  • detaillierte Dokumentation des Vorfalls

Bei der Kindergartenanmeldung muss das gelbe Untersuchungsheft eingesehen werden.

18. Elternbeirat

Zu Beginn eines jeden neuen Kindergartenjahres wird ein Elternbeirat eingerichtet (Art. 14 Abs. 4 BayKiBiG). Der Elternbeirat fungiert als Bindeglied zwischen Eltern, Team und Träger. Der Elternbeirat wird von der Leitung und dem Träger informiert und gehört.

19. Teamarbeit

Das bemerkenswerte am Waldkindergarten ist, dass Kinder und Erwachsene täglich, bei jeder Wetterlage in der Natur leben. Die Arbeit im Waldkindergarten erfordert dadurch von den BetreuerInnen viel Flexibilität, Spontanität und Improvisationstalent, denn hier ist kein Tag wie der andere.

Damit dies funktioniert ist eine gute Teamarbeit besonders wichtig. Idealerweise bringt jedes Teammitglied seinen Ideenreichtum und seine Stärken mit ein. Dochbei gleichberechtigtem Arbeiten haben auch Schwächen ihren Platz.

Wichtig ist uns, gegenseitige Toleranz und ein regelmäßiger Austausch über Probleme, insbesondere aber über die Vorstellungen und Wünsche zur Verwirklichung der anfallenden Aufgaben.

20. Förderverein

Der Förderverein wurde gegründet, um den Aufbau und den Betrieb des Waldkindergartens Teisendorf finanziell und mit Tatkraft zu unterstützen. Der Verein ist gemeinnützlich anerkannt und Mitgliedsbeiträge und Spenden sind somit steuerlich absetzbar.

21. Kooperation mit Schule

Um Eltern und Kindern den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule zu erleichtern, streben wir eine wirkungsvolle Zusammenarbeit mit den verschiedenen Grundschulen in der Gemeinde Teisendorf an.

  • regelmäßiger Austausch durch Telefonate, Infobriefe
  • Einladung der Grundschullehrer in den Waldkindergarten
  • gemeinsame Wanderung mit der Schule
  • Vorlesen der Schulkinder im Kindergarten
  • Begleitung der Vorschulkinder bei einem Schulbesuch
  • Vorkurs Sprachförderung nach Absprache

22. Vernetzung

Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit den Waldkindergärten der Region. Zwei bis dreimal im Jahr treffen wir uns zum „persönlichen Gespräch“. Es werden die unterschiedlichsten Themen besprochen (Umsetzungsmöglichkeiten bestimmter Schwerpunkte im Waldkindergarten, Ideensammlung, Vorbereitungen für Infovorträge). Gegenseitige Hospitationen werden ebenfalls angeboten und umgesetzt.

Eine Zusammenarbeit mit folgenden Stellen soll außerdem entstehen:

  • Regelkindergärten (gegenseitiger Austausch)
  • Ämter, Förderstellen und Fachdienste nach Bedarf
  • Kirche (Feste und Feiern im Kirchenjahr)
  • Referenten (z. B. für Elternabende)
  • Fachleute (z. B. Gesundheitserziehung, Forstamt)
  • Seminarleiter und Fortbildungsstätten

Fortbildungen sind unerlässlich für eine gute Kindergartenarbeit. Deshalb wollen wir regelmäßig an Fortbildungen unterschiedlichster Art teilnehmen.

Impressum

Susanne Rogl (Tel.: 08666/9089174)

e-mail: susanne.rogl@hotmail.com

Barbara Hartel (Tel.: 08666/989600)

e-mail: barbarschuhbeck@web.de

Träger:
Markt Teisendorf

Poststraße 14

83317 Teisendorf

Tel.: 08666/9889-0

Waldkindergarten:

Thumberg 1

83317 Oberteisendorf

Waldhandy: 0151-41208150

Internet: www.waldkindergarten-teisendorf.de